2. Brief des Superintendenten zur Ukraine-Flüchtlingshilfe

Michael Wegner, Superintendent | 24.03.2022

Liebe Schwestern und Brüder in den Kirchengemeinden des Kirchenkreises Rudolstadt-Saalfeld,

mit Entsetzen nehmen wir zur Kenntnis, dass der Krieg mit all seinen Schrecken mit heutigem Tag seit vier Wochen in der Ukraine wütet.
Die täglichen Bilder der flüchtenden Menschen, die in großer Zahl mittlerweile auch Deutschland erreichen, haben eine große Hilfsbereitschaft bei Ihnen und in der Gesellschaft hervorgerufen.
Für alles Engagement und alle Hilfe dank ich Ihnen sehr.
Die Verteilung der Flüchtlinge hat bisher das Gebiet unseres Kirchenkreises noch nicht erreicht. Insofern gibt es noch keine unbewältigten Bedarfe seitens des Landkreises. Ich gehe aber davon aus, dass sich dies in den nächsten Wochen ändern wird. Es ist gut und richtig, dass Sie sich in den Kirchengemeinden weiter darauf vorbereiten. Mein Vorschlag ist, dass Sie in den Pfarrstellen einen direkten Kontakt zu den jeweiligen Kommunen herstellen, um im Notfall angesprochen werden zu können.

Zurzeit werden ca. 50 Flüchtlinge in Bad Blankenburg in der Harfe betreut. Hier sind vor allem Lebensmittelspenden willkommen. Auch in Leutenberg und Lehesten werden Flüchtlinge von den Kirchengemeinden betreut.
In Rudolstadt erfolgt die Betreuung vor allem durch die Kirchengemeinde und den Verein "Neue Nachbarn Rudolstadt".

Von Seiten des Kirchenkreises würden wir gern eine Liste mit Unterbringungsmöglichkeiten erstellen.
Deshalb bitte ich Sie, uns entsprechende Möglichkeiten zu benennen.
In der Verbundenheit des gemeinsamen Dienstes.

Ihr
Michael Wegner
-Superintendent-



Kommt her, höret zu alle, die ihr Gott fürchtet; ich will erzählen, was er an mir getan hat. Paulus schreibt: Ich lebe im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt hat und sich selbst für mich dahingegeben.
Psalm 66,16 Galater 2,20

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