Die Kirche in Oberweißbach

ist die größte Dorfkirche Thüringens und wird wegen ihrer Größe liebevoll "Dom von Südthüringen" genannt. Zu unserer Kirche gehören die Nachbarorte Cursdorf, Deesbach und Lichtenhain an der Bergbahn (dies wird als Kirchspiel bezeichnet).
Seit Bestehen des Ortes gibt es hier schon eine Kirche. Sie stand auf dem Friedhof hinter dem Pfarrhaus, welches heute ein Museum zu Ehren Friedrich Fröbels und des Olitätenhandels beherbergt.


 
 
Im 30jährigen Krieg mit dem gesamten Ort niedergebrannt, wurde sie an gleicher Stelle wieder errichtet. Doch bald war diese reparaturbedürftig und viel zu klein, da damals elf Orte zum Kirchspiel gehörten.
Zwölf Jahre dauerte der Neubau, unterbrochen von Missernten, Hungersnöten und Epidemien. Zudem verstarb der Pfarrer, und die Bauarbeiten konnten erst unter der Leitung des neuen Pfarrherrn Johann Jacob Fröbel, Vater von Friedrich Fröbel, fortgesetzt werden.
Endlich 1779 konnte die Einweihung gefeiert werden.
Man erkennt sehr deutlich an der Ausstattung der Kirche den Einfluss des Olitätenhandels, welcher in Oberweißbach die Haupteinnahmequelle der Bevölkerung bildete.
Ausgestattet mit 3 Emporen und der größten Kanzel ihrer Art in Europa ist in unserer Kirche Platz für ca. 2000 Personen.


 
 
Ein besonderes Denkmal setzte sich der Orgelbauers Joh. Daniel Schulze (1720-1785) aus Milbitz bei Rottenbach. Seine für diese Kirche erbaute Orgel sollte zu seinem größten Instrument werden. Mit der Einweihung der Oberweißbacher Kirche am 24. Oktober 1779 ist die Orgel ihrer Bestimmung übergeben worden, so dass sie offiziell ihren Dienst aufnehmen konnte. Der Erbauer entstammt in zweiter Generation einer Orgelbauerfamilie, die insgesamt über 5 Generationen die Kunst des Orgelbaus ausübte. Die Orgel mit ihrem spätbarocken Prospekt verfügte über 38 klingende Register, aufgeteilt in Hauptwerk, Brustwerk und  Pedal.
Im Jahr 1991 erfolgte der Umbau und die Restaurierung der Orgel in ihre heutige Gestalt durch die Firma Rösel & Hercher in Saalfeld. Dabei ist eine elektropneumatische Traktur mit nunmehr 27 klingenden Registern eingebaut worden. Der historische Orgelprospekt ist dabei original erhalten geblieben.
 
Der Taufstein von 1649 und eine noch heute klingende Glocke von 1721 stammen aus der alten Kirche und gehören mit  zu den ältesten Inventarien in unserem Gotteshaus.
Zum Gedenken an den Begründer der Kindergärten wurde 1939 bei Malerarbeiten ein Deckengemälde angefertigt, das die Szene aus dem Markusevangelium "Jesus segnet die Kinder" mit der Kinderliebe Friedrich Fröbels vergleicht.
Wir haben aber noch eine außergewöhnliche Attraktion, nämlich einen schiefen Kirchturm. Dieser stand 1,58 Meter aus dem Lot und drohte auf das Kirchenschiff samt der Orgel zu fallen. Erst 1968 wurde die Turmhaube angehoben und auf einen Betonring gesetzt, der ihm wieder einen festen Sitz ermöglichte. Doch bei genauem Hinsehen erkennt man noch heute den Knick des Turmes Richtung Kirchenschiff.
Eine gute Akustik im Kirchenschiff ermöglicht die Durchführung von musikalischen Darbietungen aller Musikrichtungen.


 

Oberweißbach

 

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Losung & Lehrtext

17.11.2018
Die Tage deiner Trauer werden ein Ende haben. Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen.
Jesaja 60,20 Offenbarung 7,17

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Weitere Informationen finden sie hier. Herrnhuter Losungen