Rogate in schwierigen Zeiten

Lesegottesdienst_für_zu_Hause

Suptur | 15.05.2020

Lesegottesdienst für zu Hause

Gottesdienst am Sonntag, den 17.05.2020 Rogate

Sonntags 10.00 Uhr in den eigenen vier Wänden

Mit dem Coronavirus sind viele Veränderungen in unser Leben getreten.

Diesen Sonntag um 10.00 Uhr findet ein Gottesdienst in der Michaelskirche zu Hoheneiche statt.

Bitte an die gesetzlichen Vorschriften halten: Mundschutz & Sicherheitsabstand


Im Namen Jesu Christi, der uns zu beten lehrte,
im Namen des Vaters, der unser Gebet nicht verwirft,
im Namen des Heiligen Geistes, der uns tröstet und trägt.

Das Beten und das Tun machen einen christlichen Menschen erkenntlich. Kraft schöpfen aus der Quelle, die uns Gott in Jesus Christus erschlossen hat, das macht unser Christenleben aus.

Am heutigen Sonntag Rogate (Bittet!) geht es darum, sich im Gebet an Gott zu wenden mit allem, was einen bewegt. Wie die jeweilige Lebenslage aussieht, kann das Gebet die Gestalt von einer Bitte,
einer Klage, eines Dankes oder eines Lobes haben. Besser ist aber alles zu kombinieren.
Beten heißt aber auch: sich für den Mitmenschen vor Gott einsetzen, Für-bitte tun.

Der Wochenspruch für diese Woche lautet: "Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft noch seine Güte von mir wendet." Psalm 66,20

Wochenlied EG 344 Vater unser im Himmelreich

In unserem heutigen Predigttext in Matthäus 6,5-15 geht es um das Beten und das Vaterunser. Das Vaterunser ist das wichtigste Gebet der gesamten Christenheit und verbindet über zwei Milliarden Gläubige. Es ist das einzige Gebet, das Jesus selbst seinen Jüngern vorgesprochen hat und uns täglich (nicht nur in Gottesdiensten) begleitet.

Kurzpredigt

Liebe Gemeinde!

Beten braucht Vertrauen und auch Diskretion. Meistens beten wir still und wenn wir gemeinsam beten, dann Gebete, die wir gemeinsam kennen. Wie Tischgebete, Nachtgebete, Psalmen und natürlich das Vaterunser. Dieses möchten wir heute näher betrachten.

Vater unser im Himmel - Gott ist unser Vater und wir seine Kinder. Deshalb dürfen wir ihn getrost und voller Zuversicht ansprechen, wie einen liebenden Vater.

Geheiligt werde dein Name - Wir bitten Gott, das sein Name bei uns heilig werde.

Dein Reich komme - Gottes Reich kommt, ob wir beten oder nicht, das steht fest. Aber wir bitten in diesem Gebet, dass wir mit seinem heiligen Geist erfüllt werden und nach seinem heiligen Wort glauben und leben, hier und jetzt und in Ewigkeit.

Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden - Wir bitten Gott, das sein liebevoller Wille auch in unserem Leben regiert. Dafür stärkt Gott unseren Glauben bis ans Ende unserer Zeit. Das ist sein gnädiger, guter Wille.

Unser tägliches Brot gib uns heute - Alles, was ein Mensch braucht: Essen, Trinken, Kleider, Schuhe, ein zu Hause, Einkommen, Ehepartner, Kinder, gute Freunde und Nachbarn, Gesundheit, Frieden auf Erden und so weiter. Wir sollen erkennen, dass Gott unser Geber dieser Dinge ist, damit wir alles dankbar zu uns nehmen.

Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern - Wir bitten in diesem Gebet, dass unser Vater im Himmel unsere Sünden nicht beachte und uns um ihretwillen unsere Bitten nicht versage. Er möge Gnade walten lassen und im Gegenzug wollen auch wir anderen aus ganzem Herzen vergeben, die sich an uns versündigen.

Und führe uns nicht in Versuchung - Wir bitten in diesem Gebet um Gottes Schutz, dass uns Keiner betrügen oder zum Unglauben verführen kann.

Sondern erlöse uns von dem Bösen - Wir bitten unseren Vater im Himmel, dass er alles Böse an Köper und Geist und allem Schaden an Besitz und Ehre abweist. Und wenn unser Leben ein Ende -nimmt, er uns in sein Himmlisches Paradies aufnimmt.

Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen - Ich kann gewiss sein, dass meine Bitten vom Vater angenommen und erhört werden. Denn er selbst hat uns durch seinen Sohn Jesus Christus so zu beten gelehrt.
Amen heißt: "So soll es geschehen."

Liebe Gemeinde,

Hüten wir uns also davor, unser Gebet oder das Gebet anderer zu bewerten. Das wichtigste ist das Vertrauen und die Aufrichtigkeit im Gebet zu unserem Vater - darauf kommt es an.
Amen

Fürbitten

Unser Vater im Himmel, wir möchten jetzt mit dir reden, wie Kinder ihrem Vater alles sagen können, was sie auf dem Herzen haben:

Wir möchten gern, dass wir ehrlich und verständlich von dir und Jesus Christus reden können, wenn wir danach gefragt werden und unseren Glauben bezeugen wollen.

Wir wünschen uns, dass wir in unserer Welt und in unserem Leben deutlicher spüren, wie du die Weltgeschichte für alle Menschen heilsam gestaltest.

Wir bekennen dir, dass es uns immer wieder schwerfällt, deinen Willen zu erkennen und ausschließlich ihm zu folgen.

Wir leben davon, dass du uns alles das gibst, was wir zum täglichen Leben für Leib und Seele brauchen, und bitten dich: Lass das allen Menschen gerecht zuteil werden.

Wir leiden darunter, dass wir wissentlich und ungewollt immer wieder an dir und den Menschen schuldig werden, und bitten dich: Vergib uns gnädig unsere Schuld.

Wir loben und preisen dich, dass wir zu dir gehören dürfen und du uns unter deinem Schutz leben lässt.

Wir strecken dir unsere Hand entgegen, dass sie deine Hand fassen und festhalten möge für immer und ewig.

Wir bitten dich, Vater im Himmel: Erhöre uns, weil uns Jesus Christus verheißen hat, du willst uns um seinetwillen erhören.

Erhöre uns, wenn wir beten:
Vater unser im Himmel …
Amen

Der Herr segne und behüte dich, damit du wie ein Kind an der Hand des himmlischen Vaters gehst.
Der Herr lasse sein Angesicht über dir leuchten, damit du wie ein Bittender deiner Erhörung gewiss bist.
Der Herr erhebe sein Angesicht auf dich, damit du wie Beschenkte von den Gaben lebst.
Der Herr gebe dir seinen Frieden, damit du wie Behütete getrost deinen Weg gehst.

Ihre Lektorin Ursula Köster und die Kirchengemeinde
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Ich sprach, da ich weglief vor Angst: Ich bin verstoßen aus deinen Augen. Doch du hast mein lautes Flehen gehört, als ich zu dir schrie. Am Wege saß ein blinder Bettler, Bartimäus, der Sohn des Timäus. Und als er hörte, dass es Jesus von Nazareth war, fing er an zu schreien und zu sagen: Jesus, du Sohn Davids, erbarme dich meiner! Und viele fuhren ihn an, er sollte schweigen. Und Jesus blieb stehen und sprach: Ruft ihn her!
Psalm 31,23 Markus 10,46-48.49

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