Döhlen

Nikolauskirche

Gott sei Dank!
Ehrwürdig ist dieses Gotteshaus.
Die's schufen, sie ruhen'n längst aus.
Sie bauten es, um Gott zu danken, war'n fest im Glauben, ohne wanken.
Wir kennen ihre Namen nicht,
ihr Werk erhalten ist unsre Pflicht.

Aus dem Gemeindeblatt des Kirchspiels Marktgölitz 4/1996

Nach dem Kirchenkatalog Lehfeldt ist die Kirche, unscheinbar, Rechteck, 11,1m lang, 5,4m breit, auf älteren Mauern, aus dem 17. Jahrhundert.

Für das Mauerwerk wurden Feldsteine sowie Bruchsteine verwendet, welche aus den beiden Steinbrüchen an der Zufahrtsstraße des Ortes stammen. Dem quaderförmigen südöstlichen Eckstein wird seine Herkunft, nach einer geologischen Einschätzung aus dem Herbst 2014, dem harten Sandsteinvorkommen bei Steinheid/ Kreis Sonneberg zugeschrieben.

Das Kirchendach war im Ursprung ein Satteldach. Der Dachreiter für die Aufnahme der Glocken aus den Jahren 1598 und 1797 sowie des Uhrwerkes 1793 wurde in dieses später eingefügt. Die im Dachstuhl eingesetzten Balken sind Tannenhölzer, eingeschlagen in den Winterjahren 1555/1556, nach 1608 und 1651/1652. Dies geht aus der dendrochronologischen Untersuchung vom 14.10.2013 hervor.

Nach dem Urkundenbuch von Paulinzella wurde "Dolen" erstmals am 30.April 1417 erwähnt. (Urkunde 345, Seiten 322-324)
 
600 Jahre Döhlen war Anlass für einen Festgottesdienst am 29.April 2017. Manfred Brunkel hat den Tag in Fotos festgehalten. Manfred Grunewald schrieb dazu diesen Rückblick

Du musst die Kirche ein wenig lieben,
dann wärmt sie dich.

Du musst an einer Ecke mittragen,
dann trägt sich dich.

Du musst sie Wurzeln schlagen lassen in deinem Herzen,
dann spendet sie dir Kraft.


Aus dem Gemeindeblatt des Kirchspiels Marktgölitz 2/1998





Gott der HERR nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, dass er ihn bebaute und bewahrte. Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen.
1.Mose 2,15 Matthäus 5,5

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