11.08.2026
Weil Aufklärung der beste Schutz ist
Suchtberatungsstelle Saalfeld-Rudolstadt baut Prävention für Schulen und Betriebe im Landkreis aus - Glüxxbox und Glücksspielparcours neu im Angebot
Saalfeld, 11. August 2026 - Suchtprävention ist mehr als Aufklärung – sie schafft Orientierung, stärkt die Persönlichkeit und hilft dabei, Risiken frühzeitig zu erkennen. Dort setzt die Psychosoziale Beratungsstelle für Suchtkranke, Suchtgefährdete und Angehörige der Diakoniestiftung Thüringen mit ihren Präventionsangeboten an.
Seit vielen Jahren bieten die erfahrenen Fachkräfte der Beratungsstelle Schulen und Betrieben verschiedene Veranstaltungen an. In praxisnahen Workshops, Projekttagen und Informationsrunden werden Themen wie Alkohol, Cannabis, illegale Drogen, aber auch Vapes beleuchtet. Dabei geht es nicht ums Belehren, sondern um einen offenen Austausch, um Stärkung der eigenen Handlungskompetenzen und die Förderung eines bewussten Umgangs mit Risiken.
Prävention wirkt dann, wenn sie frühzeitig ansetzt. Unsere qualifizierten Mitarbeiter legen Wert auf interaktive und alltagsnahe Angebote, die zum Mitmachen und Mitdenken einladen. Die Veranstaltungen lassen Raum für Diskussionen, Fragen und den Austausch eigener Erfahrungen. So entstehen wertvolle Impulse, die weit über die Prävention hinauswirken, und dazu beitragen, einen bewussten und verantwortungsvollen Umgang mit Suchtgefahren zu fördern. Gleichzeitig werden Lehrkräfte, Ausbilder und Führungskräfte dabei unterstützt, Warnsignale zu erkennen und betroffene Menschen frühzeitig und angemessen anzusprechen.
Nun wird das Angebot um einen wichtigen Baustein erweitert: Prävention zum Thema Glücksspiel: Ob Spielautomaten, Sportwetten oder Online-Poker - Glücksspiel ist mehr denn je präsent und nahezu überall verfügbar. Einige Spielformen führen dazu, dass die Grenze zwischen Unterhaltung und problematischem Spiel schnell überschritten wird. Umso wichtiger ist es, über Risiken, Warnsignale und Schutzfaktoren zu informieren. „Wir möchten für das Thema sensibilisieren, zum Nachdenken anregen und Wege aufzeigen, wie problematisches Spielen verhindert werden kann“, so Katrin Liebezeit, Leiterin der psychosozialen Beratungsstelle für Suchtkranke, Suchtgefährdete und Angehörige.
Erst seit einigen Jahren ist pathologisches Glücksspielverhalten als Suchterkrankung anerkannt. Auch im Landkreis sind Menschen davon betroffen und benötigen Unterstützung. So nutzten die Mitarbeiter der Beratungsstelle einige Weiterbildungsangebote, um diesem Bedarf mit hoher Fachlichkeit nachzukommen. Als Präventionsmethoden wurden die „Glüxxbox“ und der „Glücksspielparcours“ erworben.
„Glück lässt sich wenig beeinflussen, glücklich sein aber schon“, erklärt Sozialarbeiterin Johanna Golz, die maßgeblich dazu beitrug, das Präventionsangebot auszubauen.
Alle Angebote richten sich an Schüler, Auszubildende, Mitarbeiter und Führungskräfte und werden individuell auf die jeweilige Zielgruppe zugeschnitten.
Kontakt: Psychosoziale Beratungsstelle, Brudergasse 18, 07318 Saalfeld,
Telefon: 03671 52565111, Mail: suchtberatung-saalfeld@diakonie-wl.de