07.02.2026
Gedanken zur Woche - Solange Gutes gesät wird

Der erste Monat des Jahres ist schon wieder in die Vergangenheit versunken. Zur Zeit scheint alles Mögliche am Horizont aufzutauchen, was die Welt in Atem hält. Die Weihnachtsruhe ist spätestens vorbei mit dem 2. Februar, Maria Lichtmess. In den Läden winken bald schon wieder die Osterhasen. Das nächste kommerzielle Fest kann also kommen.

Alles, was auftaucht, kommt nicht aus dem Nichts. Es ist wie bei einer Saat. Sie ist gesät - und wenn die Bedingungen stimmen, dann geht es auf. Ich frage mich manchmal, woher das Viele kommt, dass die Menschheit verunsichert. Irgend jemand muss es doch gesät haben?! Es kann doch nicht einfach so aus dem Nichts auftauchen und da sein. Das meine ich so, denn alles hat doch Ursachen.

Wenn Jesus von dem Gleichnis vom Sämann spricht, dann ist klar, dass die Saat etwas Gutes ist, und sie nur auf dem bereiteten Feld aufgeht. An den anderen drei Stellen schießt es nur hoch oder verkümmert, oder wird gar gleich weggepickt.

Die Saat, die Schlechtes hervorbringt, scheint immer aufzugehen. Unkraut braucht man ja nicht aussäen, das kommt eh.

Und vielleicht ist das ein Trost für heute: Wir Menschen sind aufgerufen, immerzu gute Saat auszustreuen. Damit das Gute immer wieder aufgehen kann. Manchmal weiß man gar nicht, was noch Gutes im Boden schlummert. Zu seiner Zeit wird es schon kommen.

Alles, was nicht gute Saat ist, geht auch auf. Doch solange Gutes gesät wird, bleibt die Hoffnung bestehen. Denn auch Unkraut geht irgendwann ein.

Wer sich also darauf versieht, auf Hoffnung hin immer wieder Gutes auszusäen, den braucht das Unkraut nicht schrecken, auch wenn es in Gestalt von Bösen oder Dingen, die Angst machen, am Horizont erscheinen. Denn auch das Böse hat seine Zeit und wird verschwinden. Aber was Gut ist, das kommt von Gott, und das bleibt.

Was die nächsten elf Monate auch bringen: Gute Saat ist da. Bringen wir sie aus - auf Hoffnung hin.