14.03.2026
Gedanken zur Woche - Lätare

„Freut euch mit Jerusalem und seid fröhlich“, werde ich am Sonntag aus meiner Bibel lesen (Jes. 66,10). Und die Worte werden mir im Hals stecken bleiben. Ich lese jeden Tag die Meldungen aus den Kriegsgebieten, aus Israel und dem Iran und aus den anderen Regionen unserer Erde, in denen kein Frieden herrscht. Was treibt Israel dazu, einen neuen Krieg zu beginnen? Darüber kann ich mich nicht freuen, ich bin immer wieder fassungslos.

Ich hatte Glück, als ich auf dem Rückweg von einer Urlaubsreise bei der Zwischenlandung in Doha in Qatar weiterfliegen durfte und gerade noch vor dem Beginn des Krieges nach Hause gekommen bin. Ich habe Glück, dass ich in einem Land lebe, in dem Frieden herrscht. Auch wenn wir alle über die Preise an den Tankstellen stöhnen. Über uns fliegen keine Drohnen, die Häuser zerstören. Bei uns fallen keine Bomben. Ich hatte Urlaub und konnte verreisen. Dafür bin ich dankbar.

Und ich habe einen Gott, der mir und uns verspricht: „Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet.“ Ja, die Angst und die Sorge, die Trauer und der Schmerz herrschen in unserer Welt weiterhin. Der Grund zur Freude liegt nicht in der aktuellen Politik aus Israel. Mit Jerusalem ist bei Jesaja die Stadt gemeint, in der wir einmal nah bei Gott sein werden, am Ende der Zeit. Damit tröste ich mich, das erwarte ich, darauf freue ich mich. Einmal wird Frieden sein, auch in Jerusalem. Über diese Hoffnung will ich reden.