08.08.2026
Gedanken zur Woche - Kinder und die Wunder der Natur
Mit unseren Rädern waren wir einige Tage im Bayerischen Wald unterwegs. Auf einem kleinen Schild stand: „Zu den Wackelsteinen –> 3 KM“. Das klang sehr spannend.
Es ist eine Laune der Natur, die dort beschrieben wird.
Mitten im Wald war eine tolle Felsenlandschaft zu finden! Und gut zum Klettern geeignet. Wie von Geisterhand aufgetürmt, lagen dort große Felsblöcke übereinander. Auf einer Tafel wurde auf einen besonders großen Stein hingewiesen. Wie auf einem Pilz lag dort ein großer Granitblock auf einem sehr kleinen. Von unseren Quartiereltern hieß es mit einem Augenzwinkern: „Wenn sie ganz kräftig an dem großen Felsblock wackeln, spüren sie, wie sich die Steine leicht bewegen!“
Diese Felsengruppe ist gut zu erreichen. Und sie ist ein beliebtes Ziel für Wanderer und Familien mit kleinen Kindern. Wer sportlich ist, kann sogar auf die Steine klettern.
Junge Eltern trafen wir dort mit ihren beiden Kindern. Der etwa sieben Jahre alten Junge versuchte mit ganzer Kraft, an dem Felsen zu wackeln! Selbstverständlich half ihm sein Vater dabei. Was hatte der Kleine für einen Spaß. Sichtlich stolz war er, als er glaubte, mit seinem Papa habe er den schweren Stein zum „Wackeln“ gebracht!
Von Kindern können wir viel lernen. Besonders von ihrer Begeisterung können wir uns anstecken lassen! Schon in der Bibel sagt Jesus den tollen Satz: „Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder, könnt ihr nicht in das Himmelreich gelangen!“ (vgl. Matthäus 18,3).
Kinder leben von der Hoffnung und aus einem starken Glauben an das Gute in unserer Welt. Das können sie wunderbar im Spiel in ihren Alltag umsetzen. In ihren Spielen lassen sie dieses Gute zu ihrer eigenen Wirklichkeit erstehen!
Uns Erwachsenen kann es nur gut tun, oft wieder wie Kinder zu werden. Freuen wir uns am Einfachen, an den kleinen Dingen dieser Welt. Genießen wir die Natur mit ihren vielen kleinen und großen Überraschungen. Das kann ein Schmetterling sein, der seine Flügel in die Sonne hält; eine Spinne, die ein zartes Netz baut; oder der Gesang der Vögel.
Und genauso freue ich mich, wenn jemand bei mir klingelt und sagt: „Hallo, ich wollte mal sehen, wie es dir geht.“ Das macht unser Miteinander so wertvoll.
Die Sommerferien in Thüringen neigen sich dem Ende zu. In der letzten Ferienwoche werden Kinder unserer Gemeinde zur jährlichen „Religiösen Kinderwoche“ unterwegs sein. Wünschen wir den Kindern, dass es für sie erholsame Tage werden. Dass sie bei einem guten Miteinander und beim Spielen „Gott und die Welt“ erleben und kennenlernen dürfen.
Einen gesegneten Sonntag wünscht Ihnen
Ihr
Pfarrer i.R. Otto Stöber von der katholischen Gemeinde