27.06.2026
Gedanken zur Woche - Johannestag

Der Johannestag am 24.Juni ist Teil unserer Kultur. Viele wissen und leben es: Bis zum Johannestag wird der Spargel gestochen, der Rhabarber geerntet. Die Malteser und Johanniter gedenken am Johannestag ihres Schutzpatrons Johannes des Täufers. Johanniskraut hilft zur Aufhellung der Stimmung, Johannisbeeren bringen Verbesserung des Immunsystems. Johanneskirchen erinnern an den Täufer. Auch Johannisfeuer brennen hier und da. Die Geburt Jesu am 24.12. und die Geburt Johannes des Täufers am 24.6. markieren in christlicher Zeit inhaltlich die beiden Sonnenwenden. Sonnenwendfeiern werden weltweit begangen und gehören zu den Anfängen der Menschheit: Der Turm von Jericho, Stonehenge oder wahrscheinlich auch die Himmelscheibe von Nebra. Hier auf der Nordhalbkugel können wir sagen: Die Nächte werden nun wieder länger. Und in der christlichen Glaubenswelt bedeutet dies: Das Licht von Jesus Christus, das in der Finsternis dieser Welt leuchtet, wird wieder stärker, bis es zu Weihnachten hell erstrahlt. Und so kann vieles abnehmen und zunehmen, an Kraft verlieren und an Kraft gewinnen in unserer tägliche Welt: Verlust von Vertrauen kann abnehmen und der Glaube an Gott wachsen. Angst kann abnehmen und Hoffnung wachsen. Parolen können abnehmen und Lösungen zunehmen. Unsicherheit kann abnehmen und Stabilität wachsen. Abwanderung kann weniger werden und die Zahl der Fachkräfte wachsen. Schlechte Laune kann abnehmen und gutes Miteinander zunehmen. Der Ausfall bei der Bahn kann Lösungen hervorbringen, dass wir davor besser geschützt sind. Danke an die Techniker, die innerhalb von 90 Minuten das System wieder herstellen konnten. Die Bibel geht sogar noch etwas weiter: Liebe deine Feinde und vergelte nicht Böses mit Bösem. Das soll wachsen. In dieser Woche ist bei vielen das Mitgefühl gewachsen wegen der vielen Opfer des Erdbebens in Venezuela. Wir bewegen uns auf die nächste Sonnenwende zu: Weihnachten, das Fest der Geburt Jesus als das Licht der Welt. Ein Lichtblick für Menschen, die dunkle, schwere Zeiten erleben, schon jetzt.