22.11.2025
Gedanken zur Woche - Ewigkeitssonntag
Am heutigen Sonntag ist der letzte Sonntag im Kirchenjahr. Und es ist evangelischerseits etwas verwirrend. Denn an diesem Sonntag können zwei verschiedene Gedenktage gleichzeitig begangen werden. Das ist so ähnlich, wie wenn einer zu Heilig Abend Geburtstag hat. Da ist dann beides zusammen: Weihnachten und Geburtstag.
Beim letzten Sonntag im Kirchenjahr ist das auch so. Da kann sowohl der Ewigkeitssonntag als auch der Totensonntag begangen werden. Die beiden hängen natürlich zusammen: Das Gedenken der Toten ist einem, wenn auch nicht so sehr angenehm, doch vertraut. Viele haben ihre Gräber für diese Zeit vorbereitet und gedenken auch auf diese Weise ihrer Verstorbenen. Zu den Gottesdiensten werden oft Lichter für die Verstorbenen entzündet, damit das ewige Licht leuchtet, was Jesus Christus in der Kerze verbildlicht.
Und hier ist die Brücke zum Ewigkeitssonntag. Christen vertrauen darauf, dass die christlich Entschlafenen in Ewigkeit bei Gott aufgehoben sind. Insofern ist das Gedenken an die Verstorbenen, an die Toten, eben auch ein Gedenken an die Ewigkeit, die allen Menschen angekündigt wird.
Auch wenn solche Hoffnung von Manchen ausgeschlagen wird, weil sie so unnahbar scheint. Vielen Menschen hat die Hoffnung auf Ewigkeit schon das Leben erträglich gemacht. Denn wenn hier auf Erden nicht alles erledigt werden kann, so muss es eben zukünftig auch noch Etwas geben.
Wenn Sie ihrer Verstorbenen gedenken und weiter Tränen in die Augen schiessen, so geben sie dem statt. Jede Trauer ist anders. Sie kann recht lange dauern, manchmal auch über ein Jahr hinweg. Manchmal heilt die Trauer schnell. Viele haben Trauer in Wellen erlebt. Es scheint zunächst vorbei, doch dann drückt einen nochmal eine Welle emotional nach unten. Nehmen Sie sich Zeit, vielleicht hilft auch das Entzünden einer Kerze und/oder ein Gebet. Jeder nehme sich die Zeit, die er braucht.