30.05.2026
Gedanken zur Woche

Die letzte Woche war etwas kürzer. Der Pfingstmontag war noch ein freier Tag, jedenfalls für viele. Hatten Sie Zeit, sich eine Mühle anzuschauen am Deutschen Mühlentag? Oder haben Sie nach der Konfirmation noch aufgeräumt und die Gäste verabschiedet? Ich finde, der Mühlentag passt gut zu Pfingsten. Neben den Feuerflammen war der Wind ein Zeichen für den Heiligen Geist. Der Wind ist Energie und treibt Mühlen an. Der Geist ist Energie und bewegt uns Menschen: Komm, Heilger Geist, mit deiner Kraft, die uns verbindet und Leben schafft. Manchmal ist es so, als wenn wir gegen Windmühlen kämpfen. Wir können die Geistkraft nicht laut genug herbeirufen: Komm und schaffe Leben für die körperlich und seelisch Kranken. Komm und schaffe Leben für die Antriebslosen. Komm und schaffe Leben für die Menschen im Sudan. Komm und schaffe Leben für die Menschen in der Ukraine. In der Orthodoxen Kirche wird an diesem Wochenende Pfingsten gefeiert. Damit feiern die orthodoxen Christen Pfingsten eine Woche nach uns: in St.Petersburg und in Weimar, in Charkiw und in Asmara, in Addis Abeba und in Athen. Ob wir alle dem Geist Raum geben, dem Geist, der zusammenführt und nicht trennt? In der Orthodoxen Liturgie heißt es: „Als Er herabfuhr, die Sprachen zu verwirren, schied die Völker der Höchste; als Er des Feuers Zungen verteilte, berief Er alle zur Einheit: Einstimmig verherrlichen wir den Heiligen Geist.“ Aber nun sind wir schon eine Woche weiter und feiern den Dreieinigen Gott. Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen!