21.03.2026
Gedanken zur Woche
War es Meister Eckart, der gesagt hatte: Man muss den Dingen auf den Grund gehen? Es ist die Frage, was ist die Ursache und was ist die Folge. Was war zuerst und was kam dann. Wer ist verantwortlich und wer nicht. Wer die Geschehnisse im Nahen Ostern genau verfolgt, wird feststellen, wie oft der Grund für israelische Reaktionen die Raketen der Hisbollah waren und sind. Seit 47 Jahren ist Israel vom Iran bedroht. Im Zentrum von Teheran läuft die Uhr, die die Zeit rückwärts zählt, bis es Israel nicht mehr geben soll. Bei aller berechtigter Kritik an diesem Krieg, darf das nicht vergessen werden. Manchmal ist ein Grund schlimm und paradox.
Abraham soll seinen Sohn opfern. Grundlos? Grundlos! Oder? Ob Gott ihn auf den Grund führen will, wo es um alles geht? Gottes Wille oder sein eigener Wille?
Jesus wird es sagen: Dein Wille geschehe. Und gleichzeitig ahnt er das Kreuz. Jesus wollte das Königreich Gottes aufbauen. Das war einer der Gründe für seinen Tod. Die Folge war die Dornenkrone und das Kreuz. „Ich habe nun den Grund gefunden, der meinen Anker ewig hält…“, so singen wir. Und unser Glaube ist begründet im Tod Jesu. Wer an das Kreuz glaubt, geht den Dingen auf den Grund. Schuld und Versagen kann bekannt werden. Und manchmal sind genau dies die Worte, die passen: „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“