Diakonie in Saalfeld lud zum Tag der offenen Tür

Diakonie in Saalfeld zum Tag der offenen Tür - Foto: Ilka Jost

Ilka Jost | 06.10.2017

25 Jahre Suchtberatungsstelle mit stetig neuen Herausforderungen

Saalfeld. Über die Vielfältigkeit der diakonischen Arbeit in Saalfeld konnten sich Interessierte am 21. September ein Bild machen. Neben einem Tag der offenen Tür der beiden Standorte in der Brudergasse unter Trägerschaft der Diakoniestiftung Weimar Bad Lobenstein gGmbH stand das 25-jährige Bestehen der Psychosozialen Beratungsstelle für Suchtkranke, Suchtgefährdete und Angehörige im Mittelpunkt.

Den Auftakt bildete eine Mittagsandacht in der Johanneskirche mit Pfarrer Michael Wegner, Superintendent des Kirchenkreises Rudolstadt-Saalfeld. Nicht fehlen durfte ein kleiner Rückblick auf die Geschichte der diakonischen Arbeit in Saalfeld und die Entwicklung der Suchtberatungsstelle. Ein kleines musikalisches Ständchen hatten die Knirpse des Evangelischen Kindergartens "Haus Kunterbunt" einstudiert.

Am Nachmittag fand die Möglichkeit, einen Blick in die Räumlichkeiten zu werfen und an Führungen teilzunehmen reges Interesse. Im Haus in der Brudergasse 11, wo unter anderem die Kleiderkammer, das Café Waage mit Diakonieladen und eine Wohnstätte für Menschen mit Behinderung untergebracht sind, wurden die Gäste mit lautstarken Klängen der Trommelgruppe empfangen und konnten sich mit Kaffee, Kuchen und Rostbratwürsten stärken. Später führten die Bewohner noch ein Theaterstück auf.

Das Haus der Diakonie befindet sich direkt gegenüber. Dort haben verschiedene soziale Dienste und das Büro der Kirchenkreissozialarbeit ihr Domizil. Das Hauptaugenmerk lag an diesem Tag auf der Psychosozialen Suchtberatungsstelle. Deren Leiterin Kristina Röhlig und ihre Stellvertreterin Karola Hausdorf nannten einige statistische Daten. So suchten im vergangenen Jahr über 700 Menschen Rat und Hilfe bei der Diakonie, die meisten wegen Alkohol- und Drogenmissbrauch, wobei die "Modedroge" Chrystal Meth nach wie vor einen Schwerpunkt darstellt. Die Dunkelziffer dürfte weitaus höher sein.In den vergangenen 25 Jahren mussten sich die Mitarbeiter der Beratungsstelle immer neuen Herausforderungen stellen und entsprechend qualifizieren. "Die große Nachfrage konnten wir zum Teil nur mit einer Erweiterung der Gruppenangebote bewältigen. Die Einzelfallarbeit steht jedoch weiterhin im Vordergrund und ist bei Crystalabhängigen jungen Eltern oft sehr umfangreich und nur durch die gute Vernetzung im Landkreis leistbar. Einen wichtigen Schwerpunkt sehen wir auch weiterhin in der Präventionsarbeit", berichtet Kristina Röhlig.

Text/Fotos: Ilka Jost
Diakonie in Saalfeld zum Tag der offenen Tür - Foto: Ilka Jost



Befiehl dem HERRN deine Werke, so wird dein Vorhaben gelingen. Gott ist’s, der in euch wirkt beides, das Wollen und das Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen.
Sprüche 16,3 Philipper 2,13

© Evangelische Brüder-Unität – Herrnhuter Brüdergemeine www.ebu.de. Weitere Informationen finden sie hier. Herrnhuter Losungen